Olympische Spiele & Paralympics

Olympiapfarrer: Mit Gottes Hilfe Niederlagen überwinden

"Als Pfarrer ist man bei Olympia ein Exot", erzählt Olympiapfarerr Thomas Weber, der eigentlich Gemeindepfarrer im westfälischen Gevelsberg bei Wuppertal ist, über seine Erfahrungen bei Spitzenwettkämpfen. Die Leute rechneten mit allen möglichen Experten, einen Pfarrer erwarte man an der Aschenbahn aber so ziemlich als letzten. "Das ist auch eine große Chance", erklärt Weber, der zusammen mit seinem katholischen Kollegen geistlicher Ansprechpartner für die gesamte deutsche Delegation ist. Eingeladen werden die Pfarrer offiziell vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

"Es sind nicht nur die Sportler, die unter einem enormen Druck stehen", so Weber. Auch für die Trainer hängt ihre weitere Karriere von den Erfolgen ab. Neben dem Angebot eines deutschsprachigen Gottesdienstes im religiösen Zentrum wollen die Theologen vor allem Räume bieten, in denen nicht die Leistung im Vordergrund steht. An den Wettkämpfen fasziniert Weber, dass sie eine eigene Welt schaffen: "In der Stunde des Sieges hat man viele Freunde." Aber erst das Überwinden einer Niederlage forme die Persönlichkeit.


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