EKD-Newsletter Nr. 95, 25. Juli 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. Eckpunkte der Gesundheitsreform enttaeuschend

2. Weiter denken weiter gehen

3. Der Talar im Urlaubsgepaeck

4. TV-Tipp



1. Eckpunkte der Gesundheitsreform enttaeuschend
Ratsvorsitzender Kock kritisiert Ergebnis der Verhandlungen

Der Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock, bezeichnete die Ergebnisse der Konsensverhandlungen zur Gesundheitsreform als „enttaeuschend“. Er vermisse Vorschlaege fuer eine strukturelle Reform des Gesundheitswesens. Dies lasse eine negative Signalwirkung auf weitere anstehende Reformvorhaben befuerchten. "Bei der Reform des Gesundheitswesens geht es darum, das solidarische Element zu erhalten, die Eigenverantwortung zu staerken und mehr Wettbewerb unter den Anbietern zu schaffen," so Kock. Stattdessen wuerden die Lasten durch die ganz ueberwiegende Verschiebung von Kosten hin zu Patienten und Versicherten nicht ausgewogen verteilt.

Der Ratsvorsitzende bemaengelte zudem, dass nur Einkuenfte aus nichtselbststaendiger Arbeit fuer die Beitraege der gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen werden. Dass leistungsstarke Verdiener ich
durch den Abschluss einer "privaten" Krankenversicherung dem Solidarsystem entziehen koennten, sei weder ethisch noch oekonomisch zu rechtfertigen. "Die vorgelegten Eckpunkte erledigen nicht die Aufgabe, ein solidarisches und effektives Gesundheitssystem fuer Deutschland so zu gestalten, dass seine Nachhaltigkeit nicht staendig gefaehrdet ist", resuemierte Kock.

http://www.ekd.de/presse/pm140_2003_gesundheitsreform.html



2. Weiter denken weiter gehen
Kock predigte beim Symposium „25 Jahre Studium in Israel“

Das Programm „Studium in Israel“ sei „einer der wichtigsten Schaetze theologischer Ausbildungsangebote“ fuer die EKD. Dies erklaerte der Ratsvorsitzende Manfred Kock bei einer Predigt in der Friedrichstadtkirche
zu Berlin. Der Ratsvorsitzende feirte den Gottesdienst zusammen mit den Teilnehmenden des Symposiums „weiter denken weiter gehen“ anlaesslich des Jubilaeums „25 Jahre Studium in Israel“. Mit diesem Studienprogramm haben junge Frauen und Maenner seit 25 Jahren die Gelegenheit, Sprache, Glaube und Kultur Israels an einem authentischen Ort kennen zu lernen. Im Kontakt mit den Lehrenden und Studierenden an der Hebraeischen Universitaet zu Jerusalem studierten sie Geschichte und Gegenwart des juedischen Volkes, erlaeuterte Kock zu Beginn seiner Predigt.

Von 18. bis 20. Juli hatte der Arbeitskreis „Studium in Israel“ zum Symposium in Berlin eingeladen, bei dem unter anderem die Theologen Peter von der Osten-Sacken und Michael Welker ueber das christlich-juedische Verhaeltnis referierten.

http://www.uni-leipzig.de/~judaica/studisr/



3. Der Talar im Urlaubsgepaeck
Urlauberseelsorge als Angebot der Kirche

Neben Badeshose und Wanderstiefeln packen etwa zweihundert PfarrerInnen aus dem Bereich der EKD auch ihren Talar mit in den Koffer, wenn sie im Ausland Urlaub machen. Sie haben eine besondere Form der Feriengestaltung geplant: An mehr als hundert Orten werden sie als Seelsorger fuer Urlauber ansprechbar sein. Aus den Erfahrungen frueherer Urlaubsseelsorger weiss das Kirchenamt, dass gerade im Urlaub in Familien vermehrt Konflikte ausbrechen, oder auch Fragen nach dem Sinn des Lebens gestellt werden. Hierbei bieten die SeelsorgerInnen Rat und Begleitung an. Sie laden ausserdem zu Gemeindetreffen ein, bieten gemeinsame Aktivitaeten an und halten Gottesdienste.

Urlauberseelsorge wird in Oesterreich, Daenemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Litauen, den Niederlanden, Polen, der Tschechischen Republik, an der Tuerkische Riviera, in Ungarn und Zypern angeboten. Eine "Langzeit-Urlauberseelsorge" ueber mehrere Monate gibt es an der Algarve, auf Rhodos und am Gardasee.

http://www.ekd.de/urlaub/urlaubsservice.html



4. TV-Tipp: "sonntags - TV fuers Leben"
ZDF, 27. Juli 2003, 9.00 - 9.30 Uhr

Eine faire Geste von Jan Ullrich sorgt fuer Gespraechsstoff. Als sein Konkurrent Lance Armstrong bei der Tour de France am Montag stuerzte, wartete Ullrich - und verspielte damit moeglicherweise den Gesamtsieg. "sonntags - TV fuers Leben" fragt: Kann eine moegliche Niederlage trotzdem ein Sieg fuer den Sport werden? Ist Fairness im durchkommerzialisierten Sport das Groesste?

Weitere Themen: der Kopftuchstreit. Das Bundesverfassungsgericht hat demnaechst zu entscheiden, ob eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch an einer oeffentlichen Schule unterrichten darf. Moderator Gert Scobel diskutiert mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger und der Staatsrechtlerin Ute Sacksofsky.

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/
11/0,1872,2042251,00.html

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