EKD-Newsletter Nr. 93, 7. Juli 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. EKD veranstaltet bundesweiten Fotowettbewerb
Bibelstellen in Bildern zum Ausdruck bringen

2. Vollversammlung der Konferenz Europaeischer Kirchen beendet
Europaeische Kirchen wollen effizienter zusammenarbeiten

3. Kirchenstrukturen: Ein Buch mit sieben Siegeln?
Informations- und Bildband zur EKD schafft Transparenz

4. Mobilfunk auf dem Kirchturm - ja oder nein?
Entscheidungshilfen fuer Kirchengemeinden erschienen

5. Kock zur Bioethik:
Christliche Massstaebe dem Machbaren gegenueberstellen

6. EKD verleiht Hanna-Jursch-Preis 2003


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1. EKD veranstaltet bundesweiten Fotowettbewerb
Bibelstellen in Bildern zum Ausdruck bringen

Der Wettbewerb richtet sich an die Profis unter den Fotografen aber auch an Nachwuchstalente von Fachhochschulen. Bildlich umgesetzt werden sollen fuenf festgelegte Bibelverse sowie ein Bibelwort nach eigener Wahl aus dem Alten und Neuen Testament. Mit plakatfaehigen und oeffentlichkeitswirksamen Fotos sollten die Fotokuenstler ihren persoenlichen Glauben visuell zum Ausdruck bringen, so Robert Mehlhose, Publizistikreferent im EKD-Kirchenamt und Jurymitglied. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert, der zweite mt 3000 Euro, der dritte Platz mit 1000 Euro. Die besten Fotos werden in einer Dokumentation veroeffentlicht. Einsendeschluss ist der 6. September 2003. Informationen zur Ausschreibung und den Teilnahmebedingungen sind erhaeltlich bei Marianne Backhaus im Kirchenamt der EKD, Tel: 0511/2796-358

http://www.ekd.de/presse/397_pm131_
2003_fotowettbewerb.html

 

2. Vollversammlung der Konferenz Europaeischer Kirchen beendet
Europaeische Kirchen wollen effizienter zusammenarbeiten

Eine staerkere Zusammenarbeit bei Strukturfragen innerhalb der europaeischen Oekumene hat die Vollversammlung der Konferenz Europaeischer Kirchen (KEK) empfohlen. Um Doppelarbeit zu vermeiden und Ressourcen zu buendeln, stelle sich die Frage: "Wie koennen die anstehenden Aufgaben zwischen der KEK und dem Oekumenischen Rat der Kirchen, dem Lutherischen Weltbund, dem Reformierten Weltbund und dem Methodistischen Weltrat aufgeteilt werden", so Antje Heider-Rottwilm, Leiterin der Europa-Abteilung im Kirchenamt der EKD.

Mit Blick auf die bevorstehenden EU-Erweiterungen wurde ueber weitere anstehende Aufgaben diskutiert. Der vorgesehene Artikel 51 der EU-Verfassung erklaert die Kirchen zu Dialogpartnern der europaeischen Institutionen. Es sei zudem beschlossen worden, so Heider-Rottwilm, das Gespraech ueber europaeische Werte und europaeische Identitaet zwischen den Kirchen in West- und Osteuropa zu intensivieren. An der 12. Vollversammlung, die im norwegischen Trondheim am 2. Juli zu Ende ging, hatten rund 800 Vertreter aus 126 europaeischen Kirchen teilgenommen.

http://www.ekd.de/presse/397_pm134
_2003_kek.html


http://www.cecassembly.no/

 

3. Kirchenstrukturen: Ein Buch mit sieben Siegeln?
Informations- und Bildband zur EKD schafft Transparenz

Kirchenstrukturen und Taetigkeitsfelder transparent machen – diesem Anliegen hat sich die Neuerscheinung mit dem Titel „Evangelische Kirche in Deutschland – Strukturen, Aufgaben und Perspektiven fuer das 21. Jahrhundert“ verpflichtet. Das Prinzip geht auf: Das Buch informiert anschaulich, gut lesbar und uebersichtlich ueber kirchliche Zusammenschluesse, Arbeitsbereiche und Angebote der EKD. Der 96 seitige Informations-Bildband kann fuer 11 Euro bestellt werden im Kirchenamt der EKD, Herrenhaeuser Str. 12, 30419 Hannover, per Fax unter 0511/2796-457, oder per E-Mail unter versand@ekd.de

http://www.ekd.de/presse/397_pm128
_2003_ekdbuch.html

 

4. Mobilfunk auf dem Kirchturm - ja oder nein?
Entscheidungshilfen fuer Kirchengemeinden erschienen

Viele Kirchtuerme sind attraktive Standorte fuer Mobilfunkanlagen. Die Mieten, die Betreiber bereit sind zu zahlen, sind in Zeiten knapper Kirchenfinanzen willkommene Hilfen zum Bauunterhalt. Demgegenueber steht in vielen Kirchengemeinden ein hohes Umweltbewusstsein. Interessensgegensaetze fuehrten in zahlreichen Faellen zu scharfen Kontroversen innerhalb der Gemeinden. Eine oekumenische Arbeitsgruppe aus dem Kreis der Umweltbeauftragten beider Kirchen hat mit Foerderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine Broschuere mit Informationen und Entscheidungshilfen fuer Kirchengemeinden zum Thema Mobilfunk veroeffentlicht.

Kirchliche und kommunale Entscheidungstraeger brauchen verlaessliche Informationen, um die Mobilfunktechnik verstehen und die damit verbundenen Risiken abschaetzen zu koennen. Die Handreichung soll die innerkirchliche Meinungsbildung versachlichen und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar und ergebnisoffen gestalten. Dabei wird dem vorsorgenden Gesundheitsschutz ein besonderes Gewicht verliehen. Die Schrift ist auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung ueber die Risiken des Mobilfunks. Sie enthaelt Empfehlungen nicht nur an die Kirchen, sondern auch an Gesetzgeber und Kommunalverwaltungen, vor allem aber auch an Betreiber von Mobilfunknetzen sowie Hersteller und Nutzerinnen und Nutzer von Handys.

Die Schrift hilft, wo noch kontrovers diskutiert wird, Pruefkriterien zu benennen und Ratschlaege zu vermitteln, wie groesstmoegliche Transparenz gewaehrleistet werden kann.

Weitere Informationen und Bezugsquelle (Einzelpreis der Broschuere: 5 Euro): Dr. Hans Diefenbacher, Beauftragter des Rates der EKD fuer Umweltfragen, c/o FEST, Schmeilweg 5, 69118 Heidelberg, Fax 06221-167257,  E-Mail: hans.diefenbacher@fest-heidelberg.de

 

5. Kock zur Bioethik:
Christliche Massstaebe dem Machbaren gegenueberstellen

Vor dem Trugschluss, man koenne eine Welt ohne Leid oder eine behindertenfreie Gesellschaft schaffen, warnte der Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock in einem Vortrag zur Bioethik. „Die perfekte Gesundheit ist eine Illusion“, betonte Kock. In der weltweit gefuehrten bioethischen Debatte sei es Aufgabe der Christen, ethische Massstaebe in die Waagschale zu werfen. Das Menschenbild in der Bibel sei hierfuer entscheidend.

Aus Sicht des Rates der EKD sei die embroynale Stammzellforschung abzulehnen, so der Ratsvorsitzende. „Wenn Embryonen nur erzeugt werden, um als medizinischer Rohstoff bereitzustehen, ist das ein Verstoss gegen die Menschenwuerde und Toetung menschlichen Lebens.“ Kock bekraeftigte auch die Ablehnung der Praeimplantationsdiagnostik, die die Untersuchung kuenstlich erzeugter Embryonen auf Erbkrankheiten ermoeglicht. Die Methode sei eine „Zeugung auf Probe und dient ausschliesslich dem Zweck einer Selektion von gesunden Embryonen.“

Mit seinem Vortrag unter dem Titel „Was ist der Mensch? Vom Schutz des Lebens aus evangelischer Sicht“ hatte der Ratsvorsitzende am 2. Juli 2003 die Veranstaltungsreihe „Was ist der Mensch?“ der Landeszentrale fuer Politische Bildung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin eroeffnet.

http://www.ekd.de/presse/397_pm_133_
2003_rv_bioethikvortrag.html


http://www.ekd.de/vortraege/154_
030702_kock_vortraege.html

 

6. EKD verleiht Hanna-Jursch-Preis 2003

Am 23. Juli wird der Hanna-Jursch-Preis 2003 im Rahmen der Vergabe der Diplom- und Promotionsurkunden der theologischen Fakultaet an der Universitaet Heidelberg verliehen. Der Rat der EKD hatte auf seiner Sitzung im Februar 2003 den Preis an Christiane Kohler-Weiss vergeben. Sie erhaelt den mit 5000 Euro dotierten Preis fuer ihre Dissertation "Schutz der Menschwerdung. Der  Schwangerschaftsabbruch als Thema evangelischer Ethik im deutschsprachigen Raum seit 1950". Die Arbeit schliesse eine Forschungsluecke, indem sie ein ebenso brisantes wie zentrales Themenfeld evangelischer Ethik umfassend und auf wissenschaftlich herausragendem Niveau bearbeitete, so der Rat.

Der Hanna-Jursch-Preis wird von der EKD zum zweiten Mal verliehen. Der Preis dient der Foerderung herausragender wissenschaftlich theologischer Arbeiten aus der Perspektive von Frauen. Ausgezeichnet werden koennen Arbeiten aus der theologischen Frauenforschung und aus der feministischen Theologie. Der Preis ist nach der Jenaer Kirchenhistorikerin Hanna Jursch benannt, die sich 1934 als erste Frau an einer deutschen Theologischen Fakultaet habilitierte.

http://www.ekd.de/hanna-jursch

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