EKD-Newsletter Nr. 92, 27. Juni 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. Vorschlaege zu Strukturfragen
Bekenntnisbindung wahren – Zusammenarbeit staerken

2. Kirchenstrukturen: ein Buch mit sieben Siegeln?
Informations-Bildband zur EKD erschienen

3. Johannisempfang in Berlin
Bundespraesident Rau wuerdigt Juergen Schmude

4. EKD-Ratsvorsitzender begruesst EU-Verfassungsentwurf
Wichtige Anliegen der Kirchen wurden beruecksichtigt

5. KEK-Vollversammlung in Trondheim
EKD-Schwerpunkte zur EU-Erweiterung und zum oekumenischen Dialog

6. TV-Tipp: Der kann nicht mein Juenger sein
ZDF-Gottesdienst am 29. Juni, 9.30 Uhr

 

1. Vorschlaege zu Strukturfragen
Bekenntnisbindung wahren – Zusammenarbeit staerken

Die Kirchenkonferenz hat bei ihrer Sitzung am 26. Juni in Berlin den Vorschlag des von den Landeskirchen eingesetzten Ad-hoc-Ausschusses zu Strukturfragen begruesst. Der von Landesbischof i.R. Klaus Engelhardt eingebrachte Vorschlag sieht vor, dass die bisher neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bestehenden gliedkirchlichen Zusammenschluesse in die EKD eingefuegt werden.

Aufgabe des Ausschusses war es, Vorschlaege zu erarbeiten, wie unter uneingeschraenkter Wahrung und Achtung der unterschiedlichen Bekenntnisbindungen der 24 Landeskirchen das Profil und die Wirksamkeit des Protestantismus in Deutschland durch die Vertiefung der Zusammenarbeit der Landeskirchen gestaerkt werden kann. Die Kirchenkonferenz hat den Ad-hoc-Ausschuss beauftragt, die noch offenen Fragen weiter zu bearbeiten.

Der Vorschlag soll nun in den Landeskirchen diskutiert werden. Sie muessen eine Reform mittragen. Landesbischof i. R. Engelhardt aeusserte seine Zuversicht, dass der Vorschlag auf eine breite Zustimmung stossen wird und damit sehr bald Realitaet werden kann.

Die Kirchenkonferenz der EKD wird von den Leitungen der Gliedkirchen gebildet. Die Kirchenkonferenz hat die Aufgabe, die Arbeit der EKD und der Gliedkirchen zu beraten, sie kann dem Rat und/oder der Synode Vorlagen zuleiten und Anregungen geben. Bei der Gesetzgebung und der Wahl des Rates wirkt sie ausdruecklich mit. Vorsitzender der Kirchenkonferenz ist stets der Ratsvorsitzende.

http://www.ekd.de/ekd_kirchen/2967.html
http://www.ekd.de/kirche/3221_zusammenschluesse.html
http://www.ekd.de/presse/397_pm130_2003_kiko_strukturreform.html

 

2. Kirchenstrukturen: ein Buch mit sieben Siegeln?
Informations-Bildband zur EKD erschienen

"Koennen Sie mir noch einmal kurz die Struktur ihrer Kirche erklaeren", bat ein Consultingunternehmer bei einem Termin im EKD-Kirchenamt. "Wie lange haben Sie denn Zeit?" war die Gegenfrage. Mit einem informativen Bildband gibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Auskunft ueber Aufbau und
Taetigkeitsfelder kirchlicher Arbeit. Das Buch "Evangelische Kirche in Deutschland - Strukturen, Aufgaben und Perspektiven fuer das 21. Jahrhundert" wurde anlaesslich des Johannisempfangs am 26. Juni vorgestellt.


Kurze Einstiegstexte, kunstvolle Farbfotos und Grafiken laden zum Blaettern, Betrachten und Weiterlesen ein. Das 96 Seiten umfassende Buch kann fuer 11 Euro bestellt werden im Kirchenamt der EKD, Herrenhaeuser Strasse 12, 30419 Hannover, per Fax: 0511/2796-457 oder per E-Mail: versand@ekd.de

http://www.ekd.de/presse/397_pm128_2003_ekdbuch.html

 

3. Johannisempfang in Berlin
Bundespraesident Rau wuerdigt Juergen Schmude

Prominente Vertreter aus Politik und Gesellschaft haben sich am 26. Juni zum Johannisempfang der EKD in Berlin versammelt. Bundespraesident Johannes Rau dankte in einem Grusswort dem langjaehrigen Synoden-Praeses Juergen Schmude fuer sein Engagement. Der EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock wuerdigte Schmude als segensreichen "Brueckenbauer" zwischen Kirche und Politik.

Christlich engagierte Politiker wie Schmude dienten als Dolmetscher, damit "die Politik die Kirchen nicht nur anhoert, sondern auch versteht, was sie sagen." Zugleich sorgten die Vermittler zwischen Politik und Kirche durch ihre Berufserfahrung und Fachkompetenz dafuer, "dass Entscheidungen und Stellungnahmen der Kirchen nicht an der Realitaet vorbei gehen".

http://www.ekd.de/presse/397_pm129_2003_rv_
ansprache_johannisempfang.html

 

4. EKD-Ratsvorsitzender begruesst EU-Verfassungsentwurf
Wichtige Anliegen der Kirchen wurden beruecksichtigt

Grundsaetzlich zufrieden hat sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, zu dem vom Europaeischen Konvent vorgelegten Entwurf einer europaeischen Verfassung geaeussert. Zwar habe der Gottesbezug bedauerlicherweise keinen expliziten Eingang in den Text gefunden, doch seien andere wichtige Anliegen der Kirchen beruecksichtigt worden.

Er begruesse, dass die Einbeziehung von Kirchen und Religionsgemeinschaften in die europaeische Meinungsbildung kuenftig auch formal gewaehrleistet sei, sagte Kock. Den in Artikel 51 des Verfassungsvertrages vorgesehenen regelmaessigen Dialog der EU-Institutionen mit den Kirchen wertete Kock als positives Zeichen. "Denn die Kirchen vertreten keine Partikularinteressen, sondern setzen sich fuer Werte ein, die eine freie Gesellschaft fuer die Erfuellung ihrer Aufgaben und die Bewaeltigung von Konflikten braucht."

 

5. KEK-Vollversammlung in Trondheim
EKD-Schwerpunkte zur EU-Erweiterung und zum oekumenischen Dialog

126 protestantische, orthodoxe, anglikanische und alt-katholische Kirchen aus Europa sind bei der 12. Vollversammlung der Konferenz Europaeischer Kirchen (KEK) vertreten, die vom 25. Juni bis 2. Juli 2003 im norwegischen Trondheim zusammen kommt. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist mit einer 21koepfigen Delegation vor Ort.

"Wir freuen uns, dass in unserer Delegation fast alle EKD-Gliedkirchen repraesentiert sind", so die Leiterin der Europa-Abteilung im Kirchenamt der EKD, Antje Heider-Rottwilm. Der Rat der EKD hatte im Maerz diesen Jahres vier Schwerpunkte fuer die Arbeit in der KEK beschlossen: Die Weiterentwicklung verlaesslicher und wirkungsvoller Strukturen fuer den Dialog mit den europaeischen Institutionen, die kritische Begleitung des EU-Erweiterungsprozesses, die Verstaerkung des Dialogs unter den orthodoxen und zwischen westlichen und oestlichen Kirchen und schliesslich die Verbesserung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen konfessionellen und oekumenischen Organisationen in Europa.

http://www.cec-kek.org/
http://www.cecassembly.no/



6. TV-Tipp: Der kann nicht mein Juenger sein
ZDF-Gottesdienst am 29. Juni, 9.30 Uhr

Vater und Mutter hassen? Das klingt nicht gerade biblisch. Und doch sagt Christus in Lukas 14,26: "Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau oder Kinder und sich selbst, der kann nicht mein Juenger sein."

Provokation Bibel: der ZDF-Gottesdienst aus der Evangelischen Gemeinde St. Marien in Waren/Mueritz setzt sich mit diesem Bibelwort auseinander. Der Familienkreis sucht mit Propst Leif Rother nach eigenen Antworten. Und Torsten Harder, Musiker und Komponist, sucht dazu seine eigene Weise. Gesang, Cello und Keyboard reiben sich ebenso spannend aneinander wie die Gemeinde an diesem Jesuswort.

http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/16_1688.htm

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