EKD-Newsletter Nr. 89, 26. Mai 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. EKD-Synode hat ein neues Praesidium

2. Fulbert Steffensky: Kirche soll erkennbar sein

3. Begegnungen im blauen Wuerfel
Kock und Lehmann in Bibelbox

4. Mit rollenden Raedern etwas bewegen
Thierse bewegt was

5. TV-Tipp: Tacheles live vom Oekumenischen Kirchentag

 

1. EKD-Synode hat ein neues Praesidium

Es war spaet am Freitag abend, den 23. Mai, als das Praesidium der 10. EKD-Synode feststand: Neue Praeses ist die Nordhausener Oberbuergermeisterin Barbara Rinke, die in der vorigen Synode bereits
Vize-Praeses war Der Muenchener Theologieprofessor Michael Schibilsky und der Berliner Jurist Joachim Klasse sind ihre beiden Stellvertreter, Beisitzer zum Praesidium der Synode wurden Gordon Emrich, Elke Koenig, Christel Ruth Kaiser und Gesine Lickfett.

Sie wolle die Arbeit ihrer Amtsvorgaengers Juergen Schmude fortsetzen, erklaerte Barbara Rinke in ihrer Vorstellung vor dem Plenum. Dieser wurde nach einer 18jaehrigen Amtszeit an der Spitze des Praesidiums mit minutenlangem stehendem Applaus von den Synodalen verabschiedet. Am Abend erklang in der Hotelbar noch einmal wehmuetig das Staendchen, das ihm schon bei der Novembersynode in Timmendorf gebracht wurde: "Es gibt nur ein' Juergen Schmude".

http://www.ekd.de/synode2003

 

2. Fulbert Steffensky: Kirche soll erkennbar sein

Obwohl er nach dem Tod seiner kuerzlich verstorbenen Ehefrau Dorothee Soelle alle Termine abgesagt hatte, liess es sich Fulbert Steffensky nicht nehmen, den Einfuehrungsvortrag in das Schwerpunktthema der 10. EKD-Synode zu halten. Unter dem Titel "Der Seele Raum geben - Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung" warnte Steffensky, dass die Kirche ihre gegenwartskritische Kraft zu verlieren drohe. Es gebe viele Faelle der "voreiligen Selbstverleugnung" der Kirche, zum Beispiel im Konfirmanden- oder Religionsunterricht. Statt dessen gelte es, die Gewissheit wiederzuerlangen, "dass wir Lebensschaetze zu verwalten haben".

In der saekularen Stadt muesse die Kirche deutlich sichtbar bleiben. Je saekularer und unbestimmter die Stadt sei, um so deutlicher sollten die Kirchen zu erkennen sein, so Steffensky. Er misstraue dem Hinweis auf "niedrigschwellige Angebote", die vermeintliche Beruehrungsaengste abbauen sollten. Die Gegenwart brauche nicht die Anpassung der Kirchen, sondern ihre Fremdheit, ihre Besonderheit und ihre Klarheit. "Menschen ersticken nicht mehr an Ueberdeutlichkeit, sie hungern nach Erkennbarkeit."

Im Synodenbeschluss zum Sachthema wird hervorgehoben, dass Kirchen auch ausserhalb von Gottesdienstzeiten offengehalten werden sollten. Sie seien oeffentliche Raeume, die auch fuer den Diskurs, fuer die Kuenste, fuer das Theater zur Verfuegung zu stellen seien.

http://www.ekd.de/synode2003/aufbau_steffensky_kirchen.html
http://www.ekd.de/synode2003/aufbau_beschluesse_kundgebung.html

 

3. Begegnungen im blauen Wuerfel
Kock und Lehmann in Bibelbox

Verabredet zu einer Begegnung mit zehn biblischen Personen aus dem Alten und Neuen Testament sind der Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. Am 27. Mai um 12 Uhr werden sie die Erlebnisausstellung "BibelBox" in Berlin besuchen. Den Zugang zur Bibel haben die beiden Repraesentanten der evangelischen und der katholischen Kirche von Berufs wegen manchem kirchenfernen Besucher voraus. Mit Installationen, Hoerstationen, theologisch fundierten Texten und interaktiven Elementen will die Ausstellung Neugier und Freunde am Umgang mit der Bibel wecken. Die BibelBox ist ein begehbarer Wuerfel mit Exponaten auf zwei Stockwerken und gehoert zur oekumenischen Aktion "2003. Das Jahr der Bibel".

http://www.2003dasjahrderbibel.de/

 

4. Mit rollenden Raedern etwas bewegen
Thierse bewegt was

Beim Oekumenischen Kirchentag findet am 28. Mai in Berlin ab 13 Uhr eine Sternfahrt per Fahrrad statt. Von fuenf verschiedenen Startpunkten aus geht es zum Platz vor dem Roten Rathaus. Die Sternfahrt ist Teil der bundesweiten Aktion "beweg was", die noch bis Oktober an vielen Orten in Deutschland stattfindet. Das Konzept dabei: Radfahrer suchen sich Sponsoren, die Geld pro gefahrenen Kilometer spenden, um damit Strassenkinder in Mittelamerika, Suedafrika, Rumaenien, Thailand und Kongo zu unterstuetzen. "Beweg was!" wird getragen vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR), von kirchlichen Hilfswerken, freien Traegern sowie oertlichen Kirchengemeinden und Radsportvereinen. Schirmherr der Aktion ist Bundestagspraesident Wolfgang Thierse.

http://www.bewegwas.de/

 

5. TV-Tipp: Tacheles live vom Oekumenischen Kirchentag

Premiere bei Tacheles – Phoenix uebertraegt die Talkshow der evangelischen Kirche erstmals live, vom Oekumenischen Kirchentag in Berlin am Himmelfahrtstag, 29. Mai, von 10.30 bis 13 Uhr aus Messehalle 10.1. Ueber "Bilder des Krieges – Krieg der Bilder" streiten Peter Steinacker, Kirchenpraesident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Schauspieler und Intendant Peter Sodann, der  ewaltforscher Christian Pfeiffer, die Kriegsberichterstatterin Livia Klingl, der US-Journalist Don Jordan und der Golfkriegsveteran Steven Kuhn.

Bei kaum einem bewaffneten Konflikt waren Reporter so nah dran wie im Irak-Krieg – und doch ist die Skepsis gross, wie authentisch Journalisten berichten konnten. Sind Bilder der Gewalt ein Mittel, um aufzuruetteln? Wird der Krieg zunehmend zum Medienhappening? Eine Diskussion in Zusammenarbeit mit dem EKD-Rundfunkbeauftragten.

http://www.tacheles.net/

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