EKD-Newsletter Nr. 86, 25. April 2003 (Presse und Medien)

1. Rat der EKD zum Oekumenischen Kirchentag
Erklaerung zur Enzyklika des Papstes v. 25. April

2. Peter Krug wird neuer Militaerbischof

3. Brennende Herzen und offene Augen:
Osterpredigt des Ratsvorsitzenden

4. BibelBox startet Tour durch Deutschland

5. Peter Hahne liest biblische Erzaehlungen

6. TV-Tipp: Tacheles zum EU-Beitritt der Tuerkei

 

1. Rat der EKD zum Oekumenischen Kirchentag
Erklaerung zur Enzyklika des Papstes v. 25. April

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die «schroffe Form» der Abgrenzungen im Abendmahlsverstaendnis in der juengsten Enzyklika von Papst Johannes Paul II. bedauert. Diese in der
Sache nicht neuen Haltungen «belasten die auf den Oekumenischen Kirchentag bezogene Diskussion», heisst es in einer am Freitag in Hannover veroeffentlichten Erklaerung des EKD-Rates. Der Papst habe eine «eindringliche Darstellung der katholischen Lehre mit deutlichen Abgrenzungen verbunden». Beim Oekumenischen Kirchentag Ende Mai in Berlin sind ausserhalb des offiziellen Programms von katholischen Reformgruppen oekumenisch offene Abendmahlsfeiern geplant, die heftig umstritten sind. Die beteiligten katholischen Geistlichen wuerden aus Sicht der Amtskirche gegen das katholische Kirchenrecht verstossen. Das Leitungsgremium der EKD hebt hervor, dass nach evangelischem Verstaendnis Christus selbst der Einladende beim Abendmahl sei. «Diese Einladung Christi ist wichtiger als alle konfessionellen Unterschiede im Amtsverstaendnis», betonte der Rat. Daher seien zum evangelischen Abendmahl «alle getauften Christen eingeladen, die nach der Ordnung ihrer eigenen Kirche zum Abendmahl zugelassen sind». Gerade fuer Christen in konfessionsverschiedenen Ehen sei dies eine «ersehnte Gelegenheit, in der Feier des Abendmahls nicht weiter getrennt zu bleiben», so der Rat der EKD. Volltext:

http://www.ekd.de/presse/397_pm80_2003_rat_enzyklika_oekt.html


2. Peter Krug wird neuer Militaerbischof

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Peter Krug, wird im Nebenamt neuer Militaerbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Bundesregierung stimmte der Wahl des Rates der EKD zu, Krug zum Nachfolger des im Herbst aus dem Amt scheidenden Militaerbischofs Hartmut Loewe zu ernennen. Weltweit einzigartig ist das deutsche Modell der Militaerseelsorge, die unter kirchlicher
Verantwortung und Regie stattfindet und vom Staat organisatorisch und finanziell getragen wird. Im Dialog zwischen Staat und Kirche sieht der designierte Militaerbischof Krug einen wichtigen Aspekt seiner kuenftigen Arbeit. Bei seiner neuen Aufgabe steht fuer ihn aber die Betreuung der Soldaten, vor allem aber auch der Seelsorger in der Bundeswehr im Vordergrund. Krug will die Arbeit seines Vorgaengers fortsetzen: "Wenn sich junge Leute fuer den Dienst in der Bundeswehr entscheiden, ist es unsere Aufgabe, sie bei den besonderen Herausforderungen und in ihren Fragen seelsorgerlich zu begleiten."

http://www.ekd.de/militaerseelsorge/indexev.html


3. Brennende Herzen und offene Augen:
Osterpredigt des Ratsvorsitzenden

Ein schwieriges Fest sei Ostern fuer viele Menschen, so der EKD-Ratsvorsitzende, Praeses Manfred Kock, in seiner Osterpredigt in Burgsteinfurt am 21. April. Denn an diesem Fest werde der Tod des Todes verkuendet, obwohl dies angesichts des Hungers, der Folter, des Terrors und des Krieges in der Welt unserer Erfahrung widerspricht. Anhand der Geschichte der Emmaus-Juenger aus Lukas 24, 13-35 legte Kock die Fragen, Aengste und Zweifel dar, die auch heute noch Menschen umtreiben. "Leid und Scheitern sind kein Widerspruch zu den grossen Hoffnungen des Lebens. Sie sind Teil der Wegstrecke und der Wendepunkt.“ Dieser Weg gehe nicht mehr vom Leben zum Tod, sondern umgekehrt, vom Tod zum Leben. „Der Weg Jesu ist nicht der Weg ins Scheitern gewesen. Sein Weg ist vielmehr die Vollendung und Gottes Ja zum Menschen.“ Lebenshuerden und Probleme muessten von Gottes Wort her in einen neuen Zusammenhang gestellt werden. Nicht mehr Ausloeser von Verzweiflung sollten sie sein, sondern Zeichen dafuer, „dass wir auf dem Weg der Hoffnung sind“.

http://www.ekd.de/predigten/predigt_030421_kock.html


4. BibelBox startet Tour durch Deutschland

Die BibelBox, eine Erlebnisausstellung zum „Jahr der Bibel“ 2003, wird am 26. April zum ersten Mal in Mannheim zu sehen sein. Thema der Ausstellung: die biblischen Figuren aus dem Alten und Neuen Testament. Die BibelBox ist ein auf zwei Stockwerken begehbarer Wuerfel. Installationen, Hoerstationen und Moeglichkeiten der Interaktion sollen den Besuchern einen spannenden und anregenden Zugang zur Bibel
vermitteln. Bis zum 4. Mai kann die BibelBox auf dem Mannheimer Maimarkt besucht werden. Danach geht die Ausstellung in weitere neun deutsche Staedte. Das „Jahr der Bibel“ ist eine Initiative der christlichen Kirchen und der christlichen Werke und Verbaende in Deutschland.

http://www.bibelbox.de/
http://www.2003dasjahrderbibel.de/


5. Peter Hahne liest biblische Erzaehlungen

Ein Hoerbuch auf CD mit bekannten biblischen Erzaehlungen ist bei der Deutschen Bibelgesellschaft und dem Verlag Katholisches Bibelwerk in Kooperation mit der Bild-Zeitung erschienen. Vorgetragen werden die Geschichten von Peter Hahne, Mitglied des Rates der EKD sowie Autor und Journalist. Alle 16 Texte gehen menschlichen Lebensfragen auf den Grund. Sie laden Bibelleser ein, die Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament neu zu entdecken und erleichtern Einsteigern den Zugang zur Bibellektuere. Die Erzaehlungen folgen dem Wortlaut der Einheitsuebersetzung und der Luther-Bibel. Das Hoerbuch ist als Projekt im Rahmen von „2003. Das Jahr der Bibel“ entstanden. Die CD kostet 9,95 Euro und kann bei der Deutschen Bibelgesellschaft bestellt werden.

http://www.dbg.de/


6. TV-Tipp: Tacheles zum EU-Beitritt der Tuerkei

Die Tuerkei draengt in die Europaeische Union. Die Regierung in Ankara fordert endlich die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen. Doch die Widerstaende gegen einen Beitritt der Tuerkei sind gross – schliesslich
zaehlt man das Land geografisch nur zum kleinsten Teil zu Europa. Verkraftet das christliche Abendland eine islamisch gepraegte Nation? Und wie wirkt sich ein Verweigerungskurs auf die Stimmung der hierzulande lebenden Tuerken aus, die in Deutschland die staerkste Minderheit stellen? Darueber diskutiert die Kirchentalkshow Tacheles am 28. April mit dem braunschweigischen Bischof Friedrich Weber, dem Unternehmer Vural Oeger, dem CDU-Politiker Friedbert Pflueger, dem Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ankara, Wulf Schoenbohm und dem Historiker Hans-Ulrich Wehler. Phoenix, der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF, uebertraegt die Debatte am Dienstag, 29. April, von 16.30 bis 18.00 Uhr, am Samstag, 3. Mai, 22.15 bis 23.15 Uhr, sowie am Sonntag, 4. Mai, von 17 bis 18 Uhr. NDR Info, das Informationsprogramm des Norddeutschen Rundfunks, strahlt eine Zusammenfassung der Debatte am 29. April um 19.40 Uhr aus.

http://www.tacheles.net/

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