EKD-Newsletter Nr. 80, 25.02.2003 (Presse und Medien)

1. Delegation des EKD-Rates faehrt in die USA

2. Kirchliche Stellungnahmen zum Irakkonflikt

3. Das aktuelle Stichwort
Christen im Irak

4. Hanna-Jursch-Preis
Arbeit ueber Schwangerschaftsabbruch ausgezeichnet

5. Abenteuer Zukunft - Leben in Wuerde
Aktion "Hoffnung fuer Osteuropa" wird eroeffnet

6. Provokation Bibel
ZDF-Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen

7. Woran glaubst Du?
Christliche Band Beatbetrieb beim Grand-Prix-Vorentscheid

8. EKD-Newsletter startet mit neuer Ausgabe Presse und Medien




1. Delegation des EKD-Rates fährt in die USA

Als der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geplant hat, in seinem letzten Amtsjahr nach Amerika zu reisen, vermutete noch niemand, dass auf New York und Washington mit gekaperten Flugzeugen Anschläge verübt werden. Genauso wenig wusste jemand, dass die Situation um den Irak sich so zuspitzen wird, wie sie sich dann in den letzten Wochen entwickelt hat. „Antiamerikanismus“ sind wieder Worte, die in der politischen Debatte allen an den Kopf geworfen werden, die sich kritisch zu den Plänen Amerikas äußern, im Irak mit militärischer Gewalt einzugreifen. So hat die Reise der Ratsdelegation ein anderes Gewicht bekommen. Die Mitglieder des Rates, die am 25. Februar in die USA gereist sind, werden Gespräche über die politische Lage führen, aber an erster Stelle Partnerkirchen besuchen, neue junge Kirchenformen beobachten und das diakonische Engagement in Chicago und New York kennen lernen. Gespräche mit Vertretern am Sitz der Vereinten Nationen und mit Welthandelsorganisationen runden das Programm ab.


2. Kirchliche Stellungnahmen zum Irakkonflikt

Zum schnellen Überblick über kirchliche Stellungnahmen zum Irakkonflikt hat die Internetarbeit der EKD eine aktuelle Seite online gestellt, auf der entsprechende Äußerungen aus der EKD, den Landeskirchen und Werken sowie der Ökumene chronologisch aufgeführt werden. Einige interessante Beiträge aus Medien sind ebenso abrufbar wie Seiten mit Anregungen zu Gebeten für den Frieden sowie Material für Andachten und Gottesdienste. Hinzu wird auf den Fürbittendienst vom Informationszentrum Dritte Welt des Kirchenkreises Herne/Castrop-Rauxel für die Aktion ebenso hingewiesen wie auf weitere Sammlungen zum Thema. Damit wird u.a. auch deutlich, wie früh die EKD eine erste Stellungnahme zum Irakkonflikt abgegeben hat, bereits im September 2002. Wer nicht lange suchen will, sollte diese Seite aufrufen.

Weitere Informationen unter:

http://www.ekd.de/irak/

http://www.friedensgebete.de/

 


3. Das aktuelle Stichwort
Christen im Irak

Frankfurt a.M. (epd). Die Christen im Irak leiden wie die Mehrheit der Bevölkerung unter den desolaten Lebensverhältnissen im Land, die sich durch einen Krieg noch verschlechtern würden. Die genaue Zahl der irakischen Christen ist nicht bekannt, Schätzungen reichen von 500.000 bis zu mehr als einer Million Menschen. Weil viele Christen während der Herrschaft des Diktators Saddam Hussein das Land verlassen haben, ist ihr Anteil an der Bevölkerung in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen.

Die große Mehrheit der rund 23 Millionen Iraker sind Muslime. Knapp 60 Prozent der Bevölkerung gehören der schiitischen Glaubensrichtung des Islam an. Die ersten christlichen Gemeinden bildeten sich im alten Mesopotamien ab dem 2. Jahrhundert. Heute sind die chaldäischen Katholiken die größte Glaubensgemeinschaft unter den Christen im Irak. Ihre Kirche ist mit Rom uniert. Hinzu kommen mehrere kleinere Gruppen. Auch schätzungsweise 15.000 Protestanten leben im Irak.

Es gibt keine verlässlichen Angaben darüber, wie viele Christen dem Irak bereits den Rücken gekehrt haben. Vermutlich sind es Hunderttausende. Zum Exodus der Christen haben verschiedene Gründe beigetragen. Wie andere Bevölkerungsgruppen leiden auch Christen unter staatlicher Verfolgung, obwohl sie rechtlich mit den Muslimen gleichgestellt sind. Der Irak ist ein laizistischer Staat, nach dem Golfkrieg kam es jedoch unter staatlicher Kontrolle zu einer verstärkten Hinwendung zum Islam.

Vor allem die im Nordirak lebenden Christen waren nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen massiven Repressionen ausgesetzt. Geistliche wurden ermordet, zahlreiche Kirchen zerstört. Die Christen im Südirak zahlten während des Golfkrieges einen hohen Blutzoll, weil viele von ihnen in die Armee eingezogen wurden.

Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)
(Diese Meldung darf nur nach Zustimmung des epd weiter genutzt werden.)

 


4. Hanna-Jursch-Preis
Arbeit über Schwangerschaftsabbruch ausgezeichnet

"Schutz der Menschwerdung. Der Schwangerschaftsabbruch als Thema evangelischer Ethik im deutschsprachigen Raum seit 1950" ist ein Thema, das bisher noch wenig wissenschaftlich untersucht wurde. Nun wurde eine Dissertation von Christiane Kohler-Weiß mit dem Hanna-Jursch-Preis ausgezeichnet, die genau diese Forschungslücke schließt, indem sie ein ebenso brisantes wie zentrales Themenfeld evangelischer Ethik umfassend und auf wissenschaftlich herausragendem Niveau bearbeitete. Dies hat der Rat der EKD in seiner Sitzung am 22. Februar festgestellt.

Weitere Informationen unter:

http://www.ekd.de/frauen/44016.html

Weitere Informationen zu der ausgezeichneten Arbeit unter:

http://www.ekd.de/presse/397_pm37_2003_hanna_jursch_preis.html

 


5. Abenteuer Zukunft - Leben in Würde
Aktion "Hoffnung für Osteuropa" wird eröffnet

"Hoffnung für Osteuropa" eröffnet vom 7. bis 9 März 2003 in Eisenach unter der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes der EKD ihre zehnte bundesweite Spendenaktion. Sie steht unter dem Motto "Abenteuer Zukunft - Leben in Würde". In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern unterstützt die Aktion etwa 150 Projekte in 17 mittel- und osteuropäischen Staaten. Hierzu gehören unter anderem Einrichtungen für Straßenkinder, Diakonie- und Sozialstationen, Projekte der AIDS- und Drogenprävention. "Hoffnung für Osteuropa" arbeitet seit 1994 als Netzwerk der Hilfe, um beim Aufbau sozialer Strukturen und christlicher Gemeinden zu unterstützen. Ein weiteres Anliegen ist es, Verständnis für die unterschiedlichen Lebenssituationen und Kulturen in Ost und West zu wecken. Die Träger der Aktion sind die EKD, das Diakonische Werk der EKD, die Freikirchen, das Gustav-Adolf-Werk und der Martin-Luther-Bund.

Weitere Informationen unter:

http://www.hoffnung-fuer-osteuropa.de/

 

6. Provokation Bibel
ZDF-Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen

Bibeltexte, die den Leser anregen, aufregen oder ärgern sind das Thema der ZDF-Gottesdienste im Jahr der Bibel. Am 2. März steht die Verheißung an Maria im Mittelpunkt: "Der Heilige Geist soll über dich kommen". Aber wird der Heilige Geist - über sie gekommen - auch mit ihr gehen? Durch all die leidvollen Stationen mit Mann und Sohn, bis zum Kreuz?

Der Ökumenische Gottesdienst in Salzgitter wurde vom Team der Weltgebetstagsfrauen in der Propstei Salzgitter-Lebenstedt vorbereitet. Der Weltgebetstag ist in diesem Jahr den Frauen im Libanon gewidmet. Der Gottesdienst fragt nach den Sorgen und Nöten dieser Frauen. Der Bürgerkrieg scheint für sie noch lange nicht zu Ende, viele haben Männer und Kinder verloren, noch immer verstümmeln Landminen Unschuldige. Kann hier die Hoffnung auf einen "wiedergutmachenden" Heiligen Geist helfen?

Provokation Bibel - das Leiden der Frauen. Am 2. März um 9.30 Uhr im ZDF

Weitere Informationen (auch zum Begleitbuch der Reihe) unter:

http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/16_1518.htm

 

7. Woran glaubst Du?
Christliche Band Beatbetrieb beim Grand-Prix-Vorentscheid

Nicht mit "billigem Herz-Schmerz-Schmarrn" will die christliche Band Beatbetrieb beim deutschen Vorentscheid zum diesjährigen Grand Prix de la Chanson antreten. "In Deutschland grassiert der Pessimismus", so die drei Musiker. "In diese Situation hinein fragen wir: Was glaubst du, wenn du den Glauben an alles verloren hast?"

Am 7. März sind sie mit ihrem Lied "Woran glaubst Du?" in der Kieler Ostseehalle dabei. Unterstützt werden sie vom Rundfunkbeauftragten des Rates der EKD, Bernd Merz. "Für uns ist der Grand Prix in Kiel nicht das Ziel, sondern eine Etappe auf dem Weg", sagt die Band. "Eine große Chance, die wir nutzen wollen." Natürlich würden sich die drei Jungs über einen Sieg freuen. "Noch viel schöner aber wäre, wenn die Frage unter die Leute kommt: "Woran glaubst Du?".

Die ARD überträgt ab 20.15 live. Per Telefonabstimmung wird entschieden, wer Deutschland beim Grand Prix am 24. Mai in Riga vertreten wird.

Weitere Informationen unter:

http://www.beatbetrieb.de/

 

8. EKD-Newsletter startet mit neuer Ausgabe Presse und Medien

Auf vielfachen Wunsch haben wir mit dieser Ausgabe den EKD-Newsletter ausgeweitet. Sie bekommen nun an jedem 5. und 25. eines Monats die Ausgabe "Presse und Medien", an jedem 15. eines Monats die gewohnte Ausgabe "Internet". Damit informieren wir Sie nun nicht "nur" über den Bereich Kirche und Internet, sondern auch über aktuelle Entwicklungen in Ihrer evangelischen Kirche. Wenn Sie Freundinnen und Bekannte darauf hinweisen, so freuen wir uns. Ihre Meinung zu der neuen Ausgabe sende Sie bitte an:
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