Glaubens-ABC

Perikope

Perikope (griech.: rings umhauenes Stück) bezeichnet seit dem 16. Jahrhundert Lesungen aus der Bibel im Gottesdienst. Die Perikopenordnung, heute in der evangelischen Kirche „Ordnung der Predigttexte“ genannt, umfasst zentrale Texte des Alten und Neuen Testamentes, die in einem Turnus von sechs Jahren Sonntag für Sonntag in den Gottesdiensten als Grundlage der Predigt dienen. Die Leseordnung in der römisch-katholischen Kirche wird durch das Messlektionar (lat: Ordo lectionum Missae) geregelt. Dabei handelt es sich um einen dreijährigen Lesezyklus (A: Matthäus, B: Markus, C: Lukas) mit jeweils drei Lesungen im Gottesdienst (aus dem Alten Testament, aus den Briefen der Apostel sowie aus den Evangelien). Bei der Auswahl der Texte für die Perikopenordnung der jeweiligen Kirche gibt es Übereinstimmungen, aber auch Unterschiede.