Gottesdienst und Gemeinde im Internet?

Tom O. Brok und Ralf Peter Reimann

2007

Eine Zwischenbilanz

 
Der Gebrauch des Wortes „Gottesdienst“ in Verbindung mit dem Internet impliziert in der deutschen Sprache die Frage nach der Gemeinde, denn Gottesdienst wird öffentlich von und in einer Gemeinde gefeiert. Mit den Begriffen „Internet-Gottesdienst“ oder „Online-Gottesdienst“ verbinden sich verschiedene Gottesdienstformen und -formate.

Im Englischen ist das Wort „online worship“ gebräuchlich. Es steht für einen Gottesdienst, der einzeln und in Gemeinschaft, privat und öffentlich erfolgen kann.(1) Der öffentliche in Gemeinschaft abgehaltene Gottesdienst wird im Englischen mit dem Wort „service“ bezeichnet. Wer aber von „online service“ spricht, meint damit in der Regel im Internet erbrachte Dienstleistungen.

Diese Beobachtung deutet bereits an, dass sich mit der Begrifflichkeit „Gottesdienst“ gleichsam zwangsläufig die Frage nach dem Gottesdienst und der Qualitäten von Gemeinschaft stellt, die den Gottesdienst tragen. In Deutschland finden Gottesdienste in der Regel in Ortsgemeinden statt. Mit dem Phänomen Online-Gemeinschaften und Online-Gottesdienste jedoch stellt sich, mögen diese auch zahlenmäßig klein sein, die Frage nach dem Proprium von Gottesdienst und Gemeinde neu.


I. Internetgottesdienste

In der Vergangenheit wurde von den evangelischen Kirchen vereinzelt der Versuch unternommen, das Format „Online-Gottesdienst“ im Internet zu positionieren. Regelmäßige Online-Gottesdienste sind im landeskirchlichen Bereich nicht bekannt. Dass auch eine Begegnung von Menschen im virtuellen Raum des Internet als eine reale Begegnung von Menschen zu qualifizieren ist, kann als unbestritten gelten. Aus Internetforen und Seelsorge-Chats ist deutlich, dass diese virtuelle Gemeinschaft eine tragende Verbindung zwischen Menschen herstellt. Ebenso unbestritten ist die Tatsache, dass diese Verbindungen von anderer Qualität ist als etwa die einer gemeinsam am gleichen Ort anwesenden Abendmahlsgemeinschaft. Diese Grenze gilt ebenso für andere Mediengottesdienste.

Als Formen des Online-Gottesdienstes lassen sich drei Formate unterscheiden:
Die pure Übertragung eines Rundfunk- oder Fernsehgottesdienstes über das Internet. Diese Form der Übertragung kann als einfachste Form des Online-Gottesdienstes betrachtet werden, da das Internet lediglich als zusätzlicher Publikationsweg genutzt wird. Gerade Menschen außerhalb des Sendegebiets werden weltweit erreicht. Die Interaktivität und Multimedialität des Internet werden allerdings nicht genutzt.

Die Übertragung eines Gemeindegottesdienstes ins Internet. Im Gegensatz zum ersten Format erreicht dieser Gottesdienst zusätzlich über das Internet Menschen außerhalb der örtlichen Gemeinde.

Der interaktive Online-Gottesdienst. Von einem Online-Gottesdienst lässt sich eigentlich erst sprechen, wenn die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet in das Gottesdienstgeschehen einbezogen werden. Dabei können asynchrone und synchrone Prozesse unterschieden werden. Die Vorbereitung eines Gottesdienstes kann unter Einbezug der Gemeinde asynchron zum Gottesdienst gestaltet werden. Über Foren oder Chats kann über den Predigttext und den Anlass des Gottesdienstes diskutiert werden. Die geäußerten Ansichten können in die Gestaltung mit einbezogen werden. Multimedial aufbereitete Hintergrundinformationen ergänzen das Angebot als Einstimmung auf den Gottesdienst. Synchron zum Ablauf des Gemeindegottesdienstes kann sich die Internetgemeinde über E-Mail, SMS oder Foren live in das Geschehen durch Fürbitten oder „Zwischenrufe“ einbringen. Dabei kann die Live-Übertragung durch andere Medien ergänzt werden (Telefon, Chat o. a.). Asynchron im Nachgang zum Gottesdienst kann durch Dokumentation in Text, Film oder Ton (mp3-Format) der Gottesdienst eine nachhaltige Wirkung entfalten. Eine formulargestützte Online-Evaluation oder ein Predigt-Chat dienen der Nacharbeit.

Aktuell gibt es keine evangelischen Online-Gottesdienste. Ob dies darin begründet liegt, dass viele theologische Fragen noch unbeantwortet sind, kann nur vermutet werden. Muss ein Internet-Gottesdienst parallel zu einem Gottesdienst vor Ort stattfinden? Welche Elemente (Chat, Diskussion, Gebet, Musik / Lied, …) prägen einen Online-Gottesdienst und wie verhält sich der Ablauf zu den bekannten Agenden? Wie sind die sieben im Evangelischen Gottesdienstbuch formulierten Kriterien der Gestaltung zur Geltung zu bringen? Auf welcher theologischen Grundlage wird im Internet Gottesdienst gefeiert?


II. Projektbeispiel

Wir nähern uns den Fragen über ein Projektbeispiel. Zum Volktrauertag 2006 wurde zum zweiten Mal der Versuch unternommen, einen ZDF-Fernsehgottesdienst über das Internet zu begleiten und die Medien TV und Web aufeinander zu beziehen. Unter dem Titel „Stärker als Geschichte“ wurde am 19. November 2006 aus der Christus- und Garnisonkirche in Wilhelmshaven nicht nur ein Gottesdienst im Fernsehen übertragen. Über das Internet konnten sich Menschen aktiv im Vorfeld der Übertragung und während der laufenden Sendung in das Geschehen einbringen.

Die Christus- und Garnisonkirche im Zentrum Wilhelmshavens ist eine Gemeindekirche und zugleich eine Marinegedächtniskirche. Sie ist Gedenkstätte für die Kriegstoten der Marine und hält die Marinetradition sichtbar an Bänken und Wänden wach. Seit langem geht die Gemeinde mit der Vergangenheit kritisch und konstruktiv um. Diese Vergangenheitsbewältigung bietet den tragenden Grund für eine menschenfreundliche und friedliche Gestaltung der Zukunft. Der Gottesdienst soll „wunde Punkte“(2) im Kirchraum zur Sprache bringen.

Folgende Ziele wurden für die Aktivitäten im Vorfeld formuliert:
Das Internet ermöglicht es, interessierte Nutzerinnen und Nutzer im Vorfeld der Übertragung in die Vorbereitung des Gottesdienstes mit einzubeziehen. In einem „Trauertagsblog“ sollen in einem Zeitraum von vier Wochen drei Monate vor der Übertragung vier „wunde Punkte“ im Kirchenraum thematisiert werden. Die Reaktionen der Nutzerinnen und Nutzer sollen ausgewertet und ggf. in den Gottesdienst integriert werden.

Das Internet ist Werberaum für die Übertragung im ZDF und über das Internet. Es stellt im Vorfeld Informationen über Ort und Ereignis bereit.
Das Internet überträgt den Live-Stream des ZDF während des Gottesdienstes und ermöglicht den Empfang am Computerbildschirm – auch in Übersee.
Das Internet ermöglicht die Beteiligung der Online-Gemeinde während der Übertragung. Nutzerinnen und Nutzer können Fürbitten einbringen oder im Gottesdienst-Chat den Gottesdienst mitfeiern.
Das Internet bildet den Rückkanal zum Fernsehen, so dass die Nutzerinnen und Nutzer Fragen stellen oder sich mit ihren Anliegen an Seelsorger wenden können.
Das Internet dokumentiert das Ereignis.

Unter der Internetadresse www.staerker-als-geschichte.de wurde im Vorfeld des Gottesdienstes ein Online-Tagebuch (Blog) publiziert. Einzelne Traditionsstücke der Kirche wurden in einem persönlichen Statement (aus Text und Bild) angeboten. Die Nutzer hatte die Möglichkeit, auf einzelne Einträge zu reagieren. Diese Meinungsäußerungen sollten in die Vorbereitung der Gottesdiensttexte mit einbezogen werden. Auf diese Weise sollte der Kreis der Vorbereitenden über die eigene Gemeinde hinaus erweitert werden.

Das ZDF übertrug den Gottesdienst direkt über das Internet (Livestream), so dass dieser auch außerhalb des Sendegebiets zu sehen war. Die Fernsehzuschauer hatten während der Übertragung die Möglichkeit, im Internet Zusatzangebote wahrzunehmen. In einem Chat war es möglich, über die Themen des Gottesdienstes zu diskutieren oder Fragen zu stellen. Ein Team von Pastoren und Seelsorgerinnen saß in einem Seitenschiff der Kirche an Computern und beantworteten alle Fragen. Dieses Team wurde am Beginn des Gottesdienstes vorgestellt und war auch für alle Zuschauer im Fernsehen sichtbar. Eine Auswahl an Fragen und Reaktionen wurde während des Gottesdienstes verlesen, wodurch eine weitere Brücke zwischen beiden Medien gebaut wurde. Per E-Mail konnten Gebetsanliegen und Fürbitten eingesandt werden. Diese wurden während des Gottesdienstes an einer Wand aufgehängt. Zwei Fürbitten wurden live in das Fürbittengebet integriert.

Nach der Übertragung stand ein Team von Seelsorgern in einem Chat für Rückfragen bereit. Auch lange nach dem Ende der Übertragung gingen E-Mails mit Anmerkungen und Reaktionen auf den Gottesdienst in der Redaktion ein.

Das Projekt hat deutlich werden lassen, dass der Brückschlag zwischen den Medien TV und Web gelingen kann. Sowohl das Geschehen am Fernsehbildschirm im Internet sichtbar zu machen wie auch umgekehrt im Fernsehen die Internetredaktion zu zeigen, sind für den Erfolg crossmedialer Gottesdienstprojekte wichtig. In diesem Fall wurde der Fernsehübertragung über das Internet ein Rückkanal eröffnet, der aber auch für sich genommen zum Ort des Gottesdienstes wurde, ein Mischung aus den oben skizzierten Formen eins (Übertragung eines Fernsehgottesdienstes über das Internet) und drei (interaktiver Online-Gottesdienst).


III. Internet-Homiletik

Den Text einer Predigt in der Woche vor dem jeweiligen Sonntag im Internet zu veröffentlichen, mag Kolleginnen und Kollegen zu einer besseren Predigtvorbereitung verhelfen. Aber eine Predigt unter den besonderen Kommunikationsbedingungen des Internet ist dies noch nicht. Will die Homiletik an das Internet anschlussfähig bleiben, so muss sie sich mit dessen Kommunikationsbedingungen eigens auseinandersetzen. Als die beiden spezifischen Grundlagen der Online-Kommunikation sind zu nennen: Interaktivität und Multimedialität.

Das Internet verknüpft ganz unterschiedliche Medien integrierend miteinander: Text mit Ton, Foto mit Multimedia, Video mit Interaktivität und anderes mehr. Ästhetische Kriterien, auch das Moment der Attraktivität, entscheiden gerade im multimedialen Internet stark über den Aufmerksamkeitsfaktor eines Internetangebots und somit auch über den „Erfolg“ von Online-Verkündigung.

In dem Projekt www.webandacht.de wurden erste Versuche unternommen, Verkündigungsformate für das Internet zu entwickeln. Die ersten Erfahrungen können die Grundlage bilden, um den homiletischen Ort Internet in Chancen und Grenzen näher zu beschreiben und nach Gestaltungskriterien von Verkündigungsformaten im Internet zu fragen.(3) Hilfreich ist, das Phänomen als Spezialfall einer ästhetischen Homiletik zu rekonstruieren, wie es Sabine Bobert-Stützel getan hat. Sie knüpft bei ihrer Analyse der Webandachten an das homiletische Konzept der Predigt als „offenem Kunstwerk“ an. Gerade das Internet könne durch interaktive Beteiligungsformen eine Vielzahl von Perspektiven verschiedener Nutzer mit einbeziehen. Eine Webandacht in Form eines ablaufenden Videoclips könne den Transport von Botschaft noch relativ genau vorzeichnen. Andachten, die strukturell verschiedene, assoziativ sich ergebende Wege anbieten oder gar den Gedankengang öffnen zum Eintrag eigener Ideen und Impulse seien zwar in ihrem Fortgang ungewiss, aber vom Interesse der Rezipientinnen und Rezipienten mitgeleitet.

Bobert-Stützel betont den dialogischen Charakter des Internet, der „kritisch auf den bisher gängigen Begriff von Verkündigung“ zurückwirke, insofern „dieser einseitig mit hierarchischer Definitionsmacht über gültige Deutungen oder monologisch verstanden“(4) sei: „Eine Homiletik des Internet muss endgültig Abschied nehmen von kerygmatischen und kommunikationstechnischen Modellen, die sinngebende Prozesse wie einen Warentransport kontrollieren wollen.“(5) Demgegenüber gelte es, in Webandachten freien Raum für eigene Reaktionen und emotionale Assoziationen anzubieten. Verstehenspfade sollten nicht semantisch verstopft und theologisch abgesichert werden.

Der homiletische Ansatz, wie ihn Bobert-Stützel vorstellt, erscheint mediumsgemäß. Im Internet treffen verschiedene (gerade auch religiöse) Einstellungen aufgrund der stärkeren Anonymität härter und auch direkter aufeinander als andernorts. Wer hier den „Raum öffnet“, hat die Chance biblisch-biographische Begegnungen zu ermöglichen.(6) 

Gerade die interaktiven Elemente des Internet ermöglichen Verkündigungsformate, die durch die Menschen in Gestaltung und Verlauf aktiv mitgeprägt werden können. Die eigene Stimme kann in einem Predigt-Chat hörbar werden. Das eigene Gebetsanliegen kann in einem Fürbittenbuch im Internet eingetragen werden, das dann an einem Altar verlesen wird. Durch die Möglichkeit der Verlinkung (Verbindung) einzelner Internetseiten untereinander können Predigtkonzepte entwickelt werden, die den Menschen verschiedene Denkwege eröffnen – je nach eigenem Interesse. Das Internet ermöglicht andere Formen der interaktiven Gemeindebeteiligung als ein Gottesdienst vor Ort. Es erfordert dafür aber auch neue Verkündigungsformate. Sie zeigen sich aber in spezifischer Weise anschlussfähig an das 1. Kriterium des Evangelischen Gottesdienstbuchs: Die Beteiligung der Gemeinde.


IV. Online-Gemeinden?

Das Internet durchdringt immer weitere Bereiche des Alltags und verändert die Kommunikationskultur. Die Geschäfts- und Unternehmenswelt reagiert schnell auf die neuen Trends dieses Mediums. Wer nicht die sich neu ergebenden Chancen nutzt, verliert „Marktanteile“. Daher können auch die Kirchen nicht ignorieren, welche Veränderungen in der Kommunikationskultur und in Organisationsformen durch das Internet ausgelöst werden.(7) Christliche Online-Communities und ECommerce sind Folge derselben technischen Veränderungen. Wie das Internet unsere Kommunikationskultur verändert, nimmt daher die Wirtschaftswelt sehr sensibel wahr. Das Cluetrain Manifest(8) – obwohl 1999 verfasst – stellt immer noch aktuelle Fragen, wie Organisationen das Internet nutzen, seine Autoren sind namhafte Experten im Marketing, der Öffentlichkeitsarbeit und des Internet in den USA.(9) So wie Luther 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug, stellen sie ihre 95 Thesen im Netz zur Diskussion. Ihrer Ansicht nach entscheidet über die Existenz eines Unternehmens oder einer Organisation, ob sie sich auf die Kommunikationskultur des Internet einlässt, denn das Internet ermöglicht in ungeahnter Weise Kommunikation zwischen Menschen. Diese direkte Kommunikation erfordert flache Hierarchien und verändert die Struktur von Organisationen. Das Cluetrain Manifest beschreibt dies in folgenden Thesen:

„Conversations among human beings sound human. They are conducted in a human voice.
Whether delivering information, opinions, perspectives, dissenting arguments or humorous asides, the human voice is typically open, natural, uncontrived.
People recognize each other as such from the sound of this voice.
The Internet is enabling conversations among human beings that were simply not possible in the era of mass media.
Hyperlinks subvert hierarchy.
These networked conversations are enabling powerful new forms of social organization and knowledge exchange to emerge.”(10)

Was Unternehmensberater in Bezug auf den Markt aussprechen, gilt mutatis mutandis auch für die Kirche. Die Phase, dass eine Organisation das Internet nur zu einer Selbstdarstellung genutzt hat, ist vorbei. Geschäftsabläufe werden heutzutage online vollzogen. Organisationsstrukturen müssen daher den Erfordernissen der neuen Kommunikationskultur angepasst werden. Im Sinne des Cluetrain Manifests bedeutet dies, das Gespräch zu suchen und Partizipationsmöglichkeiten anzubieten.(11) Das Internet stellt vordergründig eine organisatorische Anfrage zur Gestalt der Kirche, die sich aber von der ekklesiologischen Fragestellung nach dem Selbstverständnis von Kirche nicht trennen lässt. Sich auf das Internet einzulassen bedeutet daher, auch im Internet Kirche zu sein, anstatt nur Informationen über Kirche anzubieten. Dabei geht es um die Frage, wie Kirche und Glaube online erlebbar und erfahrbar sein kann, letztlich, ob es Online-Gemeinden geben kann.

Dies ist zunächst einmal eine komplexe theologische Fragestellung, die hier nur angeregt werden kann. Die Confessio Augustana beschreibt die Kirche als „congregatio sanctorum, in qua evangelium pure docetur et recte administrantur sacramenta“ (CA VII). Diese notae ecclesiae erlauben es, die ecclesia visibilis in der Welt zu identifizieren. Nach reformatorischem Verständnis ist Kirche da, wo Verkündigung und Sakramentsverwaltung vollzogen wird. Dabei ist das „dass“, nicht aber der Ort entscheidend, an dem dies stattfindet.(12) 

In Bezug auf die Möglichkeiten, das Medium Internet für das Gemeindeleben zu nutzen, führt die Studie „Kirche und vernetzte Gesellschaft“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aus, dass die „institutionelle Gestalt, in der diese Vollzüge geordnet sind, […] nach evangelischem Verständnis frei“ sei und der menschlichen „Vernunft und Zweckmäßigkeit“(13) unterliege. Eine Online-Gemeinschaft, die sich um eine Gemeinde vor Ort gebildet hat, kann viele Aufgaben im Netz wahrnehmen, die sonst die Gemeinde vor Ort erfüllen würde. Andererseits kann die Online-Gemeinschaft auf die Gemeinde vor Ort zurückgreifen, um Aufgaben – wie die Sakramentsverwaltung – zu realisieren, die online nicht angeboten werden.

Dass die Möglichkeit besteht, im Internet das Evangelium recht zu verkündigt (siehe CA 7), dürfte als unstrittig gelten. Wenn in einer Online-Gemeinschaft Verkündigung stattfindet und diese Gemeinschaft eine Rückbindung an eine Gemeinde vor Ort hat, dürfte für diese Gemeinschaft gelten, dass sie eine congregatio sanctorum ist und ihr daher die Qualität einer Gemeinde zukommt. Mitglieder dieser Online-Gemeinschaft können über das Internet der Predigt folgen, während der Empfang der Sakramente in der Gemeinde vor Ort stattfindet. Dieses Verhältnis von Online-Gemeinschaft und Gemeinde vor Ort ist damit vergleichbar, dass auch in Ortsgemeinden nicht jeden Sonntag getauft und das Heilige Abendmahl gefeiert wird, die zum Predigtgottesdienst versammelte Gemeinde aber auch Gemeinde ist.

Für reine Internetgemeinschaften stellt sich allerdings die Frage, inwieweit es zum Kirchesein einer Gemeinschaft hinreichend ist, eine congregatio sanctorum zu sein, in der das Evangelium recht gepredigt wird, ohne dass die Sakramente dargereicht werden. Dafür könnte sprechen, dass die Evangeliumspredigt der Sakramentsverwaltung als nota der Kirche vorgeordnet ist.(14) Die Fragestellung, inwieweit eine Gemeinschaft, in der keine Sakramente verwaltet werden, Kirche sein kann, findet sich auf anderer Ebene auch in Bezug auf die Heilsarmee, die immerhin ein Gründungsmitglied des ÖRK ist.(15) Es wäre interessant, hier konfessionskundliche Argumente auf die Situation von Online-Gemeinschaften zu übertragen.

Für eine abschließende theologische Bewertung über das Kirchesein von Online-Gemeinschaften geht es daher auch um das Verhältnis von sichtbarer und unsichtbarer Kirche. Dabei interessiert vor allen Dingen, inwieweit die notae ecclesiae hinreichende oder notwendige Bedingungen für das Kirchesein in der Welt sind.


V. Gemeindeleben online und vor Ort

Theologisches Urteilen vollzieht sich nicht im luftleeren Raum, außerhalb Deutschlands gibt es Gemeinden, bei denen sich – aus unterschiedlichen Gründen – ein wesentlicher Teil des Gemeindelebens online vollzieht. Diese Erfahrungen sollten auf jeden Fall in eine theologische Beurteilung mit einfließen.

Die „Cathedral of Hope“ (www.cathedralofhope.com) ist eine der amerikanischen United Church of Christ (UCC) angeschlossene Gemeinde, die intensiv das Internet in der Gemeindearbeit nutzt. Schwerpunkt des Gemeindeprofils ist es, „lesbian, gay, bisexual and transgender people“ zu erreichen. Cathedral of Hope ist einerseits eine Gemeinde in Dallas/Texas, die sich in Dallas um benachteiligte Minderheiten kümmert und soziale Programme durchführt, gleichzeitig ist sie auch eine Online-Gemeinschaft, die rund um die Uhr zu Gottesdienst und Gebet einlädt. Der Sonntagsgottesdienst der Gemeinde steht eine Woche lang als Video-Stream zur Verfügung. Wer sich den Gottesdienst ansieht, wird gebeten, dies über ein Online-Formular mitzuteilen, so dass die Gemeinde weiß, wer online am Gottesdienst teilgenommen hat. Nach eigenen Angaben(16) besuchen rund 1.500 Menschen bei 3.500 Gemeindemitglieder jede Woche den Gottesdienst in Dallas, die Website sehen sich täglich 1.500 Besucher an, von denen 1000 den Gottesdienst besuchen. Online lassen sich Gebetsanliegen einsenden, ein regelmäßiger Newsletter informiert über Gemeindeaktivitäten. Als Podcast lassen sich die Predigten für den MP3-Player herunterladen. Diese parallele Struktur von Gemeinde vor Ort und Online-Gemeinschaft ermöglicht es auch Menschen, die nur selten oder nie an Gemeindeveranstaltungen in Dallas teilnehmen können, über Internet am Gemeindeleben teilzunehmen. So ins Gemeindeleben integriert, stellt das Internet einen Bereich des Gemeindelebens neben anderen dar. Die Interaktivität der Website ermöglicht mehr oder andere Partizipation als in einer Gemeinde, die sich allein in Gemeinderäumen trifft. Die intensive Nutzung des Internet in der „Cathedral of Hope“-Gemeinde ermöglicht Menschen eine Teilnahme am Gemeindeleben dieser Profilgemeinde, die in anderen Gemeinden in Wohnortnähe nicht heimisch werden bzw. wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt würden.

Die evangelisch-lutherische Maunula-Gemeinde aus dem Großraum Helsinki (www.kotikirkko.com) hat auf der Empore ihrer Kirche ein Regie-Studio eingerichtet. Über Joystick werden von einem Bild-Techniker mehrere Kameras im Kirchenraum ferngesteuert. Die Regie mischt die Bilder, die über Internet live bzw. zum Abruf (on-demand) übertragen werden. Das örtliche Seniorenheim hat Breitband-Internet-Zugänge, so dass die Bewohnerinnen und Bewohner online den Gemeindegottesdienst ihrer Wohnortgemeinde erleben können. Wer rüstig ist, kann während der Woche in die Kirche gehen und dort Internet-Fernsehen quasi als Bürgerfunk machen.
Diese Beispiele aus Finnland und Texas zeigen, wie Gemeinden andernorts das Internet ins Gemeindeleben integriert haben. Die gemeindlichen Internet-Aktivitäten beschränkten sich nicht auf die Gottesdienstübertragung, sondern sie zielen darauf, die Partizipation am Gemeindeleben zu fördern und Menschen zu erreichen, die aufgrund ihrer Mobilität oder ihrer fehlenden Mobilität nicht am Gemeindegottesdienst teilnehmen können. Bei den beiden vorgestellten Gemeinden ist jedoch der Gottesdienst vor Ort zentral, die Internet-Übertragung stellt kein neues Paradigma des Gottesdienstes auf, sondern ermöglicht denen eine Teilnahme am Gottesdienst, die an einer Präsenz vor Ort ausgeschlossen sind.


VI. Onlinegemeinden und -gemeinschaften

Offizielle Online-Gemeinden von traditionellen Kirchen und Denominationen finden sich beispielsweise in Dänemark, England und den USA.(17) www.cyberkirken.dk versteht sich als die „Netzkirche der (dänischen) Volkskirche“, die Website bietet Foren und Videos an und die Möglichkeit, über Webcam mit einer Pfarrerin oder Pfarrer ins Gespräch zu kommen. Das Layout der Website folgt dabei der Form einer stilisierten Kirche. Unter der Bezeichnung „cyberkirken“ bzw. „netkirke“ befindet sich hier vom Inhalt her eher ein Online-Pfarrhaus. Nicht Online-Gottesdienste, sondern seelsorgliche Gespräche stehen im Mittelpunkt der dänischen Cyberkirche.

Die anglikanische i-church wird, zumindest in Presseberichten, als Webkirche dargestellt, die speziell für die Menschen da ist, die aus verschieden Gründen den Weg in die Ortsgemeinde nicht mehr finden: „Die Church of England macht nun endlich ernst mit dem Web. Sie will nicht bloß Websites anbieten, um Informationen und Botschaften zu publizieren und Kommunikation zu ermöglichen. Sie will nun auch eine Webkirche mitsamt einer dementsprechenden Gemeinde und einem dafür zuständigen Webpfarrer einrichten. Auch bei den Anglikanern kommen immer weniger Menschen in die Gottesdienste, weswegen die Kirche hofft, durch Virtualisierung neue Anhänger gewinnen und Mitglieder halten zu können, die lieber mal ins Web schauen, als sich auf den Weg in die Kirche ihres Ortes zu machen oder sich zu sehr binden zu wollen.“(18)

Diese Berichte(19) zielen mehr auf PR als auf theologische Reflexion. Dies mag daran liegen, dass der Gründer von i-church die Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Oxford leitete. Theologisch scheinen sich die Verantwortlichen schwer mit einer endgültigen Einordnung zu tun, wie die Selbstbezeichnungen von i-church zeigen, die sich in den verschiedenen Phasen immer wieder verändert haben, so tituliert sich i-church sowohl als Gemeinschaft („community“) als auch als Internet-Kirche („internet church“) bzw. sakramentale Gemeinschaft („sacramental community“).(20) Die Mitgliedschaft in der verfassten anglikanischen Staatskirche und die Rückbindung an das Bistum Oxford bleibt dabei aber immer im Vordergrund, auch wenn die Mitglieder sich weltweit rekrutieren. Wenn auch i-church sich teilweise als Online-Kirche versteht, so ist doch die Analogie zu einer Ordensgemeinschaft vielleicht treffender: So wie Novizen sich auf den Eintritt in den Orden vorbereiten müssen, so hat zurzeit i-church eine Wartezeit(21), ferner sind viele Bereiche von i-church vor der Öffentlichkeit geschützt, so wie die Klostermauern drinnen und draußen trennen.

Die Online-Gemeinschaft der UCC i.ucc entstand als Folge der Kampagne „God is still speaking“(22), die hauptsächlich über Fernseh-Spots innerhalb der gesamten USA für die UCC warb und das Profil der Denomination darstellte. Menschen, die sich angesprochen fühlten, aber in deren Wohnortnähe sich keine UCC-Gemeinde befindet, sollen wenigstens über Internet in der UCC ein Zuhause finden können. Auch wenn es das Ziel von i.ucc ist, Internet-Nutzer zu Ortsgemeinden zu führen, so macht die Website Angebote für die, die nur online Kontakt zur UCC haben wollen oder können. Als i.ucc online ging, wurde für einige Zeit die institutionelle Website der United Church of Christ auf die Seite der Online-Gemeinschaft umgelenkt, wer die institutionelle Website www.ucc.org aufrief, landete automatisch auf i.ucc.org. Diese Weiterleitung macht deutlich, die UCC ist auch eine Online-Gemeinschaft. Ihr Herzstück ist die Gebetskapelle („real-time daily prayer 9 p.m. Eastern Time - 7 days a week!“), in der sich täglich Mitglieder der Gemeinschaft zur Andacht treffen.(23) Das „Spirit Café“ lädt ein, sich auf eine geistliche Pilgerreise in Gemeinschaft mit anderen zu begeben: „We invite you to an interactive space for spiritual inquiry and exploration. Learn about new and ancient spiritual practices, and help others in this community in their spiritual journey!”(24) Blogs, Foren, tägliche Bibellese und Videos runden das Angebot ab.

i.ucc versteht sich offiziell als „community“, die Menschen zu UCC-Gemeinden hinführt, de facto erfüllt es aber für Menschen auch die Funktion einer Gemeinde. Das offizielle Selbstverständnis von i-church schwankt, interessant bleibt aber die häufige Erwähnung des Bischofs von Oxford. Ein Grund dafür mag sein, dass nach anglikanischem Verständnis das in apostolischer Sukzession ausgeübte Amt konstitutiv für Kirche ist.

In Bezug auf Online-Gemeinden stellt sich die Frage, ob sie quasi als zweitbeste Möglichkeit für Menschen da sind, die aus verschiedenen Gründen am Gemeindeleben einer Ortsgemeinde nicht teilnehmen können,(25) oder ob sie mit eigenem Recht existieren und unter Umständen bestimmten Defizite von örtlichen Gemeinden entgegenwirken: „Like the church Jesus founded the WebChurch has no buildings, no fabric fund, no coffee mornings and no committees. The WebChurch is people: people who visit this site and people who pray for the visitors to this site.”(26)


VII. Gottesdienste in Online Communities

Virtuelle Communities, wie z.B. SecondLife.com, sind virtuelle Welten, die vollständig von ihren Bewohnern erschaffen und weiterentwickelt werden. Internet-Nutzer definieren sich eine „Persönlichkeit“ in diesen Online-Welten, die sie mit bestimmten Eigenschaften ausstatten. Mit Hilfe dieser Online-Persönlichkeit – einem so genannten Avatar – nehmen sie, ähnlich wie bei einem Fantasy-Spiel, Rollen in der Online-Welt ein. In solchen Online-Communities gibt es auch Kirchen, in denen die Nutzer als Avatare am Gottesdienst teilnehmen. Derartige Communities werfen die Frage auf, was in Menschen passiert, die in einer virtuellen Umgebung als Avatare an Gottesdiensten, die einer traditionellen Liturgie folgen, teilnehmen.

Wenn sich Online-Gemeinschaften als Gemeinden etablieren, wird sich die Frage stellen, wie die Gemeindeglieder miteinander Gottesdienst feiern. Das Medium Internet stellt neue Interaktionsmöglichkeiten zur Verfügung. Wie werden diese genutzt werden? Werden solche Gemeinden zu einer gemeinsamen Zeit Gottesdienst online feiern oder wird es asynchrone Liturgien geben, so dass z.B. zeitversetzt Gottesdienst über den gesamten Tag gefeiert wird? Der Begriff „Gottesdienst im Alltag“ erhielte dann eine neue Bedeutung.

Werden diese Gottesdienste an einer zentralen Stellung des Pfarrers bzw. der Pfarrerin festhalten? Oder wird die Predigt allein als ein Kommunikationsprozess zwischen den Nutzerinnen und Nutzern gestaltet? Und last but not least: In Online-Gemeinschaften wird diskutiert, ob miteinander das Herrenmahl gehalten werden kann. Was würde passieren, wenn jemand die Einsetzungsworte über Chat spräche und Chatteilnehmer gleichzeitig Brot und Wein zu sich nähmen? Wäre Christus dann gegenwärtig in Brot und Wein oder ist seine Präsenz räumlich auf einen Radius um den Altar in der Ortsgemeinde beschränkt? Was gewönnen diese Gemeinden und was verlören sie dadurch? Fragen – auf die Antworten noch gesucht werden.


Fußnoten:

  1.   Iain C. Morrison: „Worship on the Web – Effects on the Church?“, in: Hudd, Barry/Reimann, Ralf Peter (Hg.): European Churches on the Internet. Challenges, Experiences and Visions. A Selection of Papers from the European Christian Internet Conference 1996 – 2005, 2nd revised and updated edition, Jena 2006, 123 – 132.
  2. Siehe dazu Morgenstern, Frank/Busemann, Bernhard: Passionspunkte, in: Friedrichs, Lutz (Hg.): Alternative Gottesdienste, Hannover 2007, 140-148.
  3. Siehe dazu den Beitrag von Thomas Rheindorf in diesem Heft. Zu einer weiteren Sicht auf webandacht.de siehe Böntert, Stefan: Gottesdienste im Internet, Stuttgart 2005.
  4. Bobert-Stützel, Sabine: Konventionell oder experimentell? Formen der Verkündigung im Internet. Ein Kommentar zu „www.webandacht.de”,
    www.uni-kiel.de/fak/theol/personen/bobert_homepage_pdf/wwwand8.PDF
  5. Dies.: „The medium is the message“? Zum medialen Wandel der Predigt im Internet, in: http://www.theomag.de/ (Abruf 18.07.2000).
  6. Auch wenn die Nutzung des Internet oftmals eine sehr aktive ist, so muss auch in Betracht gezogen werden, dass sich nicht alle Internetnutzer erwartet interaktiv zeigen. Eine Webandacht in Form eines Videoclips mag daher ihre Berechtigung für den schnellen „Vorbei-Surfer“ behalten.
  7. Aus einer anderen Fragestellung heraus greift das Impulspapier des Rates der EKD „Kirche der Freiheit“ (Hannover 2006) auch die Frage nach der Organisation der evangelischen Kirche auf. Interessanterweise wurde auch dem Impulspapier verschiedentlich eine zu unternehmerische Sichtweise unterstellt.
  8. Vgl. http://www.cluetrain.com/, deutsch unter: www.trans-mission.de/cluetrain.htm. Das Cluetrain Manifesto begann als Website, ist mittlerweile aber auch als Buch erschienen (Rick Levine, Doc Searls, David Weinberger, Christopher Locke, The Cluetrain Manifesto: The End of Business as Usual, Cambridge/MA, 1999).
  9. Z.B. Rang 6 der Bestsellerliste für Wirtschaftsliteratur in der Business Week vom 19.2.2001. Die Autoren des Cluetrain Manifests haben für IBM, Sun Microsystems, das Linux Journal, die New York Times und National Public Radio gearbeitet.
  10. Thesen 3-7 und 9.
  11. Vgl. die Forderung nach direkter Kommunikationsmöglichkeit mit Entscheidungsträgern in These 82: „Your product broke. Why? We’d like to ask the guy who made it. Your corporate strategy makes no sense. We'd like to have a chat with your CEO. What do you mean she’s not in?”
  12. Luther, Martin: Von dem Papsthum zu Rom, wider den hochberühmten Romanisten zu Leipzig. 1520.
  13. „Kirche und vernetzte Gesellschaft“, hg. von Marius Strecker im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und den Rundfunkbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2001, 63.
  14. „Denn das Euangelion ist vor dem Brote und der Taufe das einzige, das allergewisseste und auch vornehmlichste Wahrzeichen der Kirche, dieweil sie durch das Euangelion allein wird empfangen, gebildet, genährt, geboren, erzogen, geweidet, gekleidet, geziert, gestärkt, gewappnet, erhalten. Kurz, das ganze Leben und Wesen der Kirche steht im Worte Gottes.“, Luther, Martin: WA VII, 720f., Deutsch nach Hirsch, Emanuel: Hilfsbuch zum Studium der Dogmatik, Berlin 1951, Nr. 320.
  15. Vgl. Thompson, David M.: Art. „Heilsarmee“, TRE 14 (1985), 757-759.
  16. http://www.cathedralofhope.com/NetCommunity/Page.aspx?&pid=207&srcid=383 (Abruf 16.4.2007).
  17. Neben diesen Internet-Kirchen bzw. Online-Gemeinschaften historischer Denominationen finden sich im Internet auch Online-Gemeinden in freier Trägerschaft, die teilweise auch online Sakramente miteinander feiern, wie z. B. alphachurch.org: „BAPTISM: I’d like to be baptized. Is this possible on-line through Alpha Church? To be baptized on-line you will need two baptized Christians to stand beside you to witness and support your baptism event. E-mail Rev. Walker with your request for baptism and the names of your two witness/support persons. Rev. Walker will process your request and set up an on-line baptism service especially for you. Baptism is a Holy Sacrament of the church. You may want to learn more about the Sacrament of Baptism (and, Church Membership) before participating in this Holy ceremony. Alpha Church can set up a Baptism/Church Membership class for you to participate in prior to your Baptism. … HOLY COMMUNION: How do I receive Holy Communion through Alpha Church? Before you begin the Holy Communion service you will need to have ready 1.) something small to eat (like a cracker, a piece of bread, a piece of tortilla, a few pieces of rice), and 2.) prepare a small amount to drink (juice, water, a soda, milk) – these will serve as your communion elements. The sacramental elements will be blessed during the service of Holy Communion. You may take Holy Communion as often as desired. The service of Holy Communion is a celebration of the real Presence of Jesus Christ.”
    www.alphachurch.org/faqschurch.htm (Abruf 16.4.2007).
  18. www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16902/1.html (Abruf 16.4.2007).
  19. Grundlage ist eine Meldung von Associated Press, vgl. www.msnbc.msn.com/id/4458082 (Abruf 16.04.2007).
  20. So z.B community run by Oxford Diocese, web.archive.org/web/20030122165855/ www.i-church.org/. bzw. i-church is different from a local congregation. Although i-church is a sacramental community, there is no obligation on members to meet together, web.archive.org/web/20040211123641 / www.i-church.org/ (Abruf 11. April 2004) bzw. Welcome to i-church. The internet church, or i-church, is a Christian community of the Church of England based in the Diocese of Oxford under the pastoral care of the Bishop of Oxford, web.archive.org/web/20050117085310/ www.i-church.org/ (Abruf 17.01.2005).
  21. www.i-church.org/cms/join-i-church/ (Abruf 16.4.2007).
  22. http://www.stillspeaking.com/. Die Startseite der Kampagne verweist nun auf i.ucc.org.
  23.  i.ucc.org/FeedYourSpirit/PrayerChapel/PrayerChapelLive/tabid/165/Default.aspx (Abruf 16.4.2007).
  24. i.ucc.org/FeedYourSpirit/SpiritCaf%C3%A9/tabid/118/Default.aspx (Abruf 16.4.2007).
  25. Siehe z.B. www.cyber-church.com/ (Abruf 05.07.2005): “While Cyber-Church can never replace the fellowship of your own local church it is our sincere prayer that we can become your ‘home away from home’ church and that you will find true Christian fellowship here and that we can meet many of your ministry needs.”
  26. Siehe www.webchurch.org/office.htm (Abruf 04.07.2005).


Quelle: Zeitschrift der Gemeinsamen Arbeitsstelle für gottesdienstliche Fragen der Evangelischen Kirche in Deutschland, 01/2007, 21. Jahrgang, ISSN 1619-4047, Liturgie per Mausklick, 2007