Glaubens-ABC

Ordination

Ordination (lat: Anordnung) wird im Judentum und im Neuen Testament (1. Timotheus 4,14; 2. Timotheus 1,6) die Amtseinführung von Rabbinern bzw. Gemeindeleitern unter Handauflegung genannt. In der evangelischen Kirche bedeutet Ordination die Berufung, Segnung und Sendung zum Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Dabei erfolgt die Verpflichtung auf die Bibel und die jeweils geltenden Bekenntnisschriften. Die evangelische Kirche hat erst im 20. Jahrhundert begonnen, Frauen für den Dienst in der Gemeinde zu ordinieren. Dies geschieht inzwischen auch in der anglikanischen Kirche. Demgegenüber lehnen die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen die Frauenordination kategorisch ab. Und dies u. a. mit dem Hinweis, dass der Kreis der zwölf Jünger Jesu nur Männer umfasst habe. Demgegenüber wird auf evangelischer Seite mit Galater 3,28 argumentiert: „Hier ist nicht Jude nicht Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ Die Zahl der Pastorinnen ist in den letzten Jahren gewachsen. Er beträgt in der evangelischen Kirche von Landeskirche zu Landeskirche zwischen 20 und 25 Prozent.